Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Trier

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Inhalt: Lehmen

 

Die zweite Schleuse Lehmen

Nach Zeltingen, Fankel und Trier ist Lehmen dran; die vierte Staustufe an der Mosel, die mit einer zusätzlichen zweiten Schleusenkammer ausgerüstet wird.

 

Ersatzmaßnahme Monaise

Projektdarstellung Bau der zweiten Schleuse Lehmen

 

Mit dem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss im April 2015, die rechtliche Grundlage für den Bau einer zweiten Schleusenanlage, und dem symbolischen Spatenstich im Oktober 2016 konnte das Projekt "Zweite Schleuse Lehmen" beginnen.

In drei Teilprojekte aufgeteilt, starten im ersten Schritt die Bauarbeiten zur Herstellung der 225 m langen Vorhäfen, sogenannte Start- und Warteplätze für die Schiffe vor dem Einfahrtsbereich der Schleuse.

Es handelt sich hierbei um Senkrechtufer, die im Oberwasser der Schleuse als rückverankerte Spundwand und im Unterwasser als rückverankerte Bohrpfahlwand - in Reihe und überschnitten angeordnete Stahlbetonpfähle - hergestellt werden.

Der obere Vorhafen dient nach Fertigstellung als Umschlagstelle für den Bau der Schleusenkammer. Die Schiffe nehmen dort den anfallenden Bodenaushub der Baugrube auf und transportieren das Material dann zum Verbleib über den Wasserweg nach Bibelhausen an der Saar.

Als Zweites steht der Einbau von Strömungsabweisern, eine den Strömungsverhältnissen angepasste teildurchströmte Stahlkonstruktion, an. Insbesondere im oberen Vorhafen sowie am oberen Ende der Reiherschussinsel soll sie die mitunter schwierigen Einfahrtsverhältnisse für ankommende Schiffe verbessern. Die Abweiser sowie die Verlängerung der Mole zwischen der ersten Schleusenkammer und dem Wehr sorgen dann für entspannte Bedingungen.

Zu guter Letzt folgt der Bau der zweiten Schleusenkammer.
Wie bei allen neuen Schleusen an der Mosel soll der Schifffahrt auch hier eine Kammerlänge von 210 m bei einer Breite von 12,50 m zur Überwindung der 7,65 m Hubhöhe zur Verfügung stehen.

Die Arbeiten beginnen mit der Herstellung einer wasserdichten Baugrube, bestehend aus Bohrpfahl- und Spundwänden, die durch sogenannte Verpressanker und Steifen gehalten werden.

100.000 m³ Bodenmaterial werden Meter für Meter abgetragen. Im Schutz der 16 m tiefen, 20 m breiten und 300 m langen Baugrube können die Arbeiten für den eigentlichen Bau der Schleusenkammer im Trockenen beginnen. Ausgebildet als monolithisches Betonbauwerk wird sie ohne schadensanfällige Fugen hergestellt.

Bei der Ein- beziehungsweise Ausfahrt passiert das Schiff das Obertor, das sich nach unten hin absenkt. Das Untertor klappt die beiden Torflügel zur Seite hin auf.

 

Link zur Webcam - Schleusenkammer Lehmen

Link zur Webcam - Oberwasser Schleuse Lehmen